Ein Welpe zieht ein

Der Wunsch nach einem vierbeinigen Familienmitglied hat uns schon längere Zeit begleitet. Da wir aber viel in den Bergen unterwegs sind, das Reisen lieben und auch öfters zum Klettern und Wandern ins Ausland fliegen, war das für uns bislang keine Option.

Im März allerdings wurde unser Wunsch konkreter und wir fingen an uns Gedanken darüber zu machen, wo wir persönlich Abstrich machen könnten, um einen Hund optimal in unser Leben zu integrieren. Ihn nur nebenbei mitlaufen zu lassen und am Ende doch keine Zeit für ihn zu haben, kam für uns nicht infrage. Wenn ein Hund einziehen sollte, dann richtig. Kaum waren diese grundlegenden Fragen geklärt, ging von da an letztendlich alles ganz schnell. Gerade haben wir noch mit dem Gedanken herumgesponnen, wie es wohl wäre und welche Hunderasse zu uns passen würde, im nächsten Moment haben wir Anfragen an unterschiedliche Züchter gestellt. Und eine Woche später sind wir dann 650 km in Richtung Ostsee gefahren, um unser möglicherweise neues Familienmitglied kennenzulernen und abzuholen.

Im Vorfeld hatte ich mit den Züchtern schon mehrfach hin und hergeschrieben. Uns war wichtig, dass von beiden Seiten her alle Fragen geklärt waren und das Miteinander stimmt. Da es uns die Entfernung und die zu dem Zeitpunkt geltenden Coronabedingungen etwas schwerer gemacht hatten, mehrfach vorbeizukommen, um den Welpen zu besuchen, haben wir uns zu einer Skypesession verabredet. Dabei konnten wir uns nicht nur persönlich kennenlernen, sondern durften auch den kleinen Kerl erstmals genauer betrachten (von den bis dahin zugeschickten Fotos einmal abgesehen).

Die Woche, die uns dann noch bis zum Einzug des Welpen geblieben ist, haben wir dazu genutzt, uns umfangreich in das Thema Hundeerziehung und -ernährung einzulesen, ich habe eine Liste angelegt, welche Lebensmittel ein Tabu sind, und unsere Pflanzen wurden abgecheckt, ob sie hundetauglich sind. Die Transportbox, die wir bestellt hatten, kam zwei Tage vor dem Abholtermin bei uns an und die restlichen Kleinigkeiten, die wir als notwendig angesehen hatten (Trink- und Wassernapf, ein paar Spielzeuge) trafen auch rechtzeitig ein. Auf Anraten einer lieben Freundin hin hat mein Partner dann noch sämtliche Quietschies in den Spielzeugen „deaktiviert“ (für all diejenigen, die sich womöglich abmühen, indem sie die Stofftiere aufschneiden wollen: es reicht eine Stopfnadel, mit der man die Quietschies im Innern einmal an der richtigen Stelle zersticht). Als wir am Samstag dann gegen Mittag bei den Züchtern eingetroffen sind, stand für uns auch schnell fest, dass wir den kleinen Wirbelwind mitnehmen würden. Wir hatten das vorab auch so mit den Züchtern kommuniziert, dass der kleine Welpe nur mitkäme, wenn es für beide Seiten passen würde. Das tat es dann auch zur Freude von uns allen.

Nach knapp sechseinhalb Stunden Rückfahrt durften wir den 10 Wochen alten Shibawelpen dann bei uns zu Hause begrüßen. Nach anfänglichen, vorsichtigen Schritten in seinem neuen Zuhause hat er sich schnell eingelebt und während er Tag für Tag die Welt kennenlernt, lehrt auch er uns immer wieder etwas Neues. Es ist ein gegenseitiges Kennenlernen mit viel Geduld, doch dafür werden wir mit unglaublich viel Liebe belohnt. Der kleine Wirbelwind hat sprichwörtlich unser Leben durcheinandergebracht – zum Glück. Wir würden ihn nicht mehr missen wollen.

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